01. September 2009

Erfolg nach zwei Jahren intensiver Arbeit

Eva Lobeck

Am 25. August 2009 konnte die Nordparzelle von der Stiftung Landschaftspark Wartegg für 4,6 Millionen von  der Bauinvestorin Swisscanto erworben werden. Damit ist diese Fläche vor einer Grossüberbauung bewahrt worden. (Tagblatt 26. 8.09)
Auch die Südparzelle wird zu einem grossen Teil Grünzone bleiben mit Ausnahme einer Fläche von 1500 Quadratmetern, die vom jetzigen Besitzer mit einem Haus bebaut wird. Dies wurde ihm im  Zusammenhang mit dem Landabtausch von der Gemeindebehörde zugestanden. Für alle, die den ganzen Park integral erhalten wollen, ein Wermutstropfen. Für mich ein Mahnmal an „Schwachstellen unserer Zeitgeschichte“, wie es bereits die Telefonzentrale veranschaulicht.

Kurz vor der Vertragsunterzeichnung mit der Swisscanto wurden im Konzertsaal des Schlosses die gesammelten Spendengelder in der Höhe von 340‘000.- Franken an Ernst Tobler, Präsident der Stiftung Landschaftspark Wartegg, in einem symbolischen Akt übergeben. Mit diesem Anlass beendet die IG Warteggpark ihre zweijährige Tätigkeit. Sie wird jedoch weiterhin das Gedeihen des Parks aufmerksam begleiten. Die Verantwortung liegt in Zukunft bei der Stiftung.

Sowohl das Schweizer Fernsehen sowie das Regionaljournal hatten sich um eine Berichterstattung bemüht. Die Lokalpresse glänzte trotz Einladung mit Abwesenheit. Der untenstehende Bericht von Ermin Busch wurde auf wenige, kümmerliche Sätze hinuntergekürzt. (Tagblatt 25.8.09)
Einmal mehr zeigt sich, dass die Lokalredaktion Rorschach an der Unterstützung einer Bürgerinitiative nicht interessiert ist!

„Man merkte an der gelösten Stimmung im Saal mit der kreisförmigen Sitzordnung und ganz besonders bei Frau Eva Lobeck, als Präsidentin der IG Warteggpark, die Erleichterung über die unmittelbar bevorstehende Rettung. Frau Lobeck begrüsste die Vertreter der Gemeindebehörde und des Stiftungsrats, der Ortsbürgergemeinde, der Korporation Vierhöfe und des Natur- und Heimatschutzes; ausserdem viele Freunde des Warteggparks, die sich für den integralen Erhalt eingesetzt haben. In sympathischer Form wurde die ereignisreiche Zeit seit Ende 2006 reflektiert, als die Bauvisiere auf den westlichen Parzellen erstellt wurden. Als Dank wurden mit Sonnenblumen jeweils die Personen geehrt, die das Vorhaben mit einem wichtigen Beitrag gefördert hatten. Für alle, die mit der Sammlung der Unterschriften, Mitwirkung am Sponsorenlauf und Geldspenden wesentliche Unterstützung geleistet hatten, wurden symbolisch Sonnenblumen in ein Holzspeichenrad gesteckt. So wurde der Saal allmählich zu einem wunderschönen Blumenfeld des guten Willens, des Erfolgs und der Dankbarkeit.
Ernst Tobler als Stiftungsratspräsident und Beat Hirs als Gemeindepräsident nahmen den symbolischen Check mit Freude und dem Versprechen entgegen, sich weiterhin für den Warteggpark einzusetzen.
Solche Festanlässe sind es wert, wiederholt zu werden, machen Mut zu persönlichem Einsatz zum Wohle der Öffentlichkeit und fördern den so oft totgeglaubten Bürgersinn.“