12. November 2008

Warteggpark Prospekt - 2. Auflage

Soeben eingetroffen: Die zweite, überarbeitete Auflage des Warteggpark Prospekts. Sie können jetzt den Prospekt direkt als PDF herunterladen.

Möchten Sie auch einen Prospekt erhalten? Wenden Sie sich an briefkasten(at)warteggpark.org

25. August 2008

Warteggpark Prospekt

Jetzt sind sie da, die Faltprospekte über den Warteggpark. Neben dem Aufruf zu spenden steht darin auch noch Wissenswertes über Geschichte, Bedeutung und Zukunft des Warteggparks.

24. April 2008

Hauptversammlung Naturschutzverein Rorschach 2008

Das Warteggmärchen von Peter Unseld, erzählt anlässlich der Hauptversammlung des Naturschutzvereins Rorschach.

Liebe Kinder und Erwachsene

Ich heisse euch im Warteggpark herzlich willkommen.
Darf ich euch eine Geschichte erzählen, die sich wie ein Märchen anhört?
Es war einmal – so beginnen doch Märchen – ein geheimnisvolles Schloss in einem alten grossen umzäunten und abgeschlossenen Park. Das habe ich selber gesehen, als ich noch sehr jung war und die Thaler Strasse noch staubig und nicht asphaltiert war.

Dann war es einmal, dass böse Zauberer kamen. Sie raubten das Schloss aus, liessen es verfallen und wollten den Park mit seinen Wiesen und Bäumen in Goldstücke und Banknoten verwandeln.

Bald darauf drangen auch Baumaschinen, Bagger und Krane in den Park ein und bauten am Südeingang, wo wir jetzt stehen, ein Betonschloss. Fortan meinten Leute, die vom richtigen Schloss nichts wussten, dies sei das Schloss. Es war aber nur eine mächtige Telefonzentrale.

Dann aber – sonst wäre die Geschichte nicht wie ein Märchen – kam ein Prinz, der das richtige alte, verfallene Schloss wachküsste und es wieder schön machte, schöner gar als zuvor! Er wollte das Schloss aber nicht nur für sich, seine Frau und seine Kinder allein. Er machte daraus eine Herberge, heute sagt man Hotel. Er öffnete den Park und organisierte Musikanlässe mit Künstlern aus aller Welt. Heute können alle Leute im Park spazieren, köstlich (nicht gratis) Speis und Trank in der Gaststube und immer auch wieder Musik und Kultur im Schloss geniessen.

Doch halt! Die märchenhafte Geschichte ist noch nicht zu Ende. Die bösen Zauberer sind noch nicht verschwunden. Sie halten immer noch einen Teil des Parks besetzt und bedrohen erneut den Park und das Schloss.

Um sie wenn möglich zu vertreiben, haben wir euch in den Park eingeladen. Wir denken, am besten geht das mit einer fröhlichen Musik, hinter der wir durch den Park ziehen. Erschreckt dabei aber nicht, wenn sich die bösen Zauberer melden.

Also kommt mit. Los! Eine "Telefonzentrale" ist schon zuviel!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

06. November 2007

Überparteiliche Veranstaltung der vier Ortsparteien von Rorschacherberg

Überparteiliche Veranstaltung
der vier Ortsparteien von Rorschacherberg: CVP, SP, FDP, SVP
Donnerstag, 25.Oktober 2007 im Haus Seeblick in Rorschacherberg

Referentinnen, Referent:
• Anette Freytag, Kunsthistorikerin, Spezialistin für historische Gärten ETH Zürich
• Frau Andrea Näf, Amt für Raumentwicklung, Abteilung Ortsplanung
• Christian Ledergerber Pro Wartegg

Diskussionsleitung:
• Gisela Tobler, Journalistin

Vertretung Presse:
• Peter Beerli

Michael Buob begrüsst im Namen aller anwesenden Parteipräsidenten die vielen Interessierten. Gegen 100 Leute sind zu dieser Veranstaltung erschienen.

Referat Christian Ledergerber
Christian Ledergerber gibt einen historischen Abriss über die Geschichte von Schloss Wartegg.
1557 gebaut durch Caspar Blarer von Wartensee. Im Laufe der Jahrhunderte diente es wechselnden Besitzern oft als Fluchtort, zuletzt Kaiserin Zita von Österreich Ungarn.
1924 wurde ein Warteggverein gegründet.
1956 Schloss und Park durch eine Immobilienfirma erworben, die sämtliches Mobiliar versteigerte.
1960 ganzes Areal in Bauzone eingezont.
1964 Baulinienplan samt Strassenzügen im Park erlassen.
1965 Übernahme durch Sagimo, später durch verschiedene andere Käufer.
1968 wurde eine Abbruchbewilligung durch das Amt für Kultur verhindert, das Schloss hätte an einer Luftschutzübung gesprengt werden sollen.
1973 Bau der Telefonzentrale.
1979 Gründung Stiftung Pro Wartegg
Ziele: Zerfall des Schlosses stoppen, Schätze erhalten, Park retten
1986 Die Ziele von Pro Wartegg schienen erreicht. Heute weiss man, dass dies nicht
der Fall war.
1990 wurde die Initiative zur Umzonung des Warteggparks an der Bürgerversammlung abgelehnt. Die Kosten für eine Enteignung waren zwischen 12 und 18 Millionen veranschlagt worden.
1994 wurden das Schloss und ein Teil des Parks durch Familie Mijnssen erworben.
Es entstand ein Hotel, Tagungs- und Kulturzentrum. Es wird ein Jahresumsatz von 2,5 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Betrieb beschäftigt 20 Mitarbeitende. Der Park ist der Öffentlichkeit zugänglich. Schloss und Park Wartegg bieten also der Bevölkerung Erholung, Kultur, Arbeit und Einkommen. Die ganze Anlage hat eine Ausstrahlung, die weit über die Region hinausgeht.
1997 für Wartegg wird ein rechtskräftiger Gestaltungsplan erlassen.
2006 neues Baugesuch für den westlichen Teil des Schlossparks.
2007 Beginn einer Unterschriftensammlung zur integralen Erhaltung des Warteggparks (zurzeit 1900 Unterschriften).

Referat Anette Freytag
Ein Park, wie er in der Art von Wartegg vorliegt, ist als Gesamtkunstwerk zu betrachten. Es ist künstlerisch verfeinerte Natur und zu vergleichen mit einem Gemälde.
Nichts ist dem Zufall überlassen. Immer wieder wird das Auge gelenkt, aus versteckter Sicht hin zu einer Öffnung. Sei es auf eine Baumgruppe, zu einzelnen Bäumen, zum See, zu Teilen des Gebäudes. Ein solcher Park bietet einen ästhetisch verfeinerten Naturgenuss.
Im Park Wartegg sind diese gestalterischen Besonderheiten sehr gut erhalten. In der Schweiz gibt es wenige Beispiele dieser Art. Ein Eingriff in dieses Gesamtkunstwerk würde bedeuten, dass nicht wieder gut zu machende Schäden entstünden.

Referat Frau Näf
Mit dem im Jahre 1997 erlassenen rechtskräftigen Gestaltungsplan wurde die Möglichkeit gelegt für eine Überbauung des Restparks im westlichen Teil der Anlage.
Bei Gestaltungsplänen kann gegen den Willen einzelner Grundeigentümer vor-
gegangen werden, wenn ein erhebliches übergeordnetes Interesse besteht, und dreiviertel der Grundeigentümer einverstanden sind.
Ein Gestaltungsplan regelt projektmässig das Bauvorhaben bis in kleinere Details.

Diskussion
Beide Fachreferentinnen wollen nicht für oder wider Stellung nehmen.
Ihre Tipps: Unbedingt die Gesamtentwicklung der Gemeinde beachten. Sich fragen, wie die Gemeinde sich entwickeln soll. Denken in Varianten, verhandeln, keine verhärteten Fronten.

In der weiteren Diskussion kamen folgende Meinungen zum Ausdruck:
• Es besteht nicht mehr die gleiche Ausgangslage wie in den 90er Jahren.
Die Stimmung in Bezug auf intakte Naturanlagen hat sich seither massiv verändert.
• Von einzelnen Votanten wurde die Rechtlichkeit des bestehenden Gestaltungsplans angezweifelt, so seien z.B. die geschützten Bäume darin nicht mehr ersichtlich. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt, wie viele Fehler ein Plan enthalten müsse, damit er angefochten werden könne.
• Ein Gestaltungsplan kann nach 10 Jahren geändert werden.
• Beim Eidgenössischen Denkmalamt könnte ein Gutachten über die Bedeutung und Schutzwürdigkeit des Parks eingeholt werden.
• Gemeinderätin Monika Lehmann wies darauf hin, dass der Gemeinderat an einer Lösung arbeite.
• Eva Lobeck wies darauf hin, dass die zurzeit wieder aktiv gewordene Gruppe oft fälschlicherweise als Freunde von Wartegg bezeichnet werde. Es handle sich aber dabei um eine Gruppe, die explizit den Park in seiner Gesamtheit retten wolle.
• Christoph Mijnssen schilderte auch im Namen seiner Frau Anna Angelika die Überlegungen, die zum Kauf von Schloss und einem Teil des Parks geführt hatten.
Er erklärte, dass durch die geplanten Gebäude nicht nur die Alleen gefährdet seien, sondern der Gestaltungsplan insgesamt im Widerspruch zum Zonenplan und Raumplanungsgesetz stehe. Dem Gestaltungsplan fehle die rechtliche Basis: Nämlich die rechtsgültige Umzonung des Landes von der WE- in die W3-Zone mittels Volksabstimmung. Zudem sei im Baureglement der Gemeinde in der Zone WE ein Überbauungsplan mit abweichender Bauhöhe gar nicht vorgesehen.
Er gibt der Befürchtung Ausdruck, dass bei einer Überbauung in der geplanten Grösse der ganze Park massiv an Ästhetik, ideellem Wert und historischer Substanz verlöre, und damit die Region ein Wahrzeichen. Trotzdem seien sie durch den Gestaltungsplan gezwungen, den grösseren Teil des Parks zu ihren Lasten öffentlich zur Verfügung zu stellen. Der Nutzen aber läge zu einem grossen Teil bei der geplanten Überbauung – kostenlos.
Dies in völligem Widerspruch zur ursprünglichen Legitimation des Gestaltungsplanes, den Schloss-Umbau und -Betrieb durch rentable Neubauten zu unterstützen.

Die Versammlung diente in erster Linie einer Information. Beschlüsse konnten keine gefasst werden.

Gegen 10.30 Uhr wurde die Versammlung geschlossen.

09. Juli 2007

Die Entwicklung verschlafen?

Das kann man mindestens vom Vorstand des örtlichen Naturschutzvereines nicht behaupten. Dies zeigt der nachfolgende Brief vom 11. Janur 2002 an den Gemeinderat Rorschacherberg. Kopien dieses Briefes wurden auch an die örtlichen Parteipräsidenten versandt und sein Inhalt (ohne den letzten Abschnitt) erschien auch in der Tagespresse.
Peter Unseld NVR

zum Originalbrief als PDF

08. Juli 2007

Freunde des Warteggparks im Einsatz für seinen integralen Erhalt

Am 5. Juli 2007 um 17.30 versammelten sich zahlreiche Freunde des Wartegg Parks zur Uebergabe der Namensliste an den Gemeinderat. Auf ihn fokussieren sich die Hoffnungen, dass er die freie Parkfläche vor einer überdimensionierten Ueberbauung rette.

1328 Unterschriften sind in kurzer Zeit zusammengekommen:
525 aus der übrigen Schweiz und dem Ausland
340 aus den Nachbargemeinden Rorschach, Goldach und Thal
254 allein aus Rorschacherberg
209 aus der Stadt St. Gallen
Diese Zahlen belegen, welche Bedeutung Schloss und Park Wartegg in der näheren und weiteren Umgebung einnimmt.
Die Sammlung gehe weiter bis eine befriedigende Lösung zum Schutz des Warteggparks gefunden sei, erklärte Eva Lobeck, die sich als Sprecherin der Freunde des Warteggparks versteht.

Kantonsrätin Felicitas Würth–Zoller warb eindringlich für den integralen Erhalt des Parks: Der ganze Park gehört zur historischen Schlossanlage. Er muss in seinem historischen Ausmass dem Schloss erhalten bleiben Es ist im öffentlichen Interesse ( Grünflächen, Standortbewertung, Kulturgut) ihn zu erhalten. Die in der Rettungsphase des verfallenen Schlosses erfolgte Parzellierung, sei durch die bewundernswerte Restaurierung durch Angelika und Christoph Mijnssen hinfällig geworden, da der Erlös vom Bauland ursprünglich der Wiederherstellung des Schlosses hätte dienen sollen. Eine Korrektur sei heute nötig und möglich, erklärte die Politikerin.

Gemeindepräsident Ernst Tobler gab sich in seiner Rede nach Entgegennahme der Unterschriftenpakets vorsichtig optimistisch. Es seien Gespräche mit den Grundeigentümern im Gange, es wären aber einige Millionen nötig, um das verpfändete Parkgelände freizukaufen.

Die Uebergabe wurde gediegen umrahmt von Weisen des Trios Meridian und einem vom Haus gestifteten Apéro.

Eva Lobeck gab zum Schluss der Veranstaltung ihrem Glauben an ein zweites Warteggwunder Ausdruck, das erste sei mit dem unglaublichen Einsatz der Besitzerfamilie Mijnssen geschehen, die Rorschacherberg mit einem Juwel ausgestattet habe. Es ist zu hoffen, dass der Glaube, der Berge versetzt, auch an Visieren nicht scheitert.

Margrit Ermatinger - Leu

 

Fotos von Evgenia Pronina

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

13. Mai 2007

Parkfest Schloss Wartegg

Ein rundum gelungener Anlass! Bei herrlichem Sommerwetter strömten die Besucher in den Schlosspark. Die jüngeren Kinder vergnügten sich mit Esel- und Ponyreiten oder einer Fahrt auf der Eisenbahn. Die grösseren waren auf einem Parcours durch den Park unterwegs und lösten ein Baumquiz. Bei Wurst, Kuchen, Getränken und ausgezeichneter Glacé liess sich's gemütlich plaudern. Höhepunkte waren das Konzert der Banda di San Gallo und gutbesuchten Führungen durch den Park.
Die Liste der "Freunde des Warteggparks" ist erfreulich gewachsen.

Die Fotos von Urs Schmidlin sprechen für sich:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

15. April 2007

Führung durch den Warteggpark vom 13. April 07

Ungefähr 60 Interessierte versammelten sich gestern abend vor dem Schloss Wartegg.
Nach der Begrüssung der Anwesenden durch Peter Unseld wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe wurde vom Schlossbesitzer Christoph Mijnssen kurz mit der besonderen Geschichte des Schlosses und vorallem des Parks vertraut gemacht. Insbesondere erläuterte er, in welcher Philosophie der Park momentan gepflegt wird. Obwohl die Anlage 1860 als englischer Gartenpark gestaltet wurde, ist es heute wichtig, die Natur leben zu lassen und nicht nur künstlich zu formen.
Die andere Gruppe wurde vom Landschaftsarchitekten Martin Klauser auf einen Parkrundgang mitgenommen. Er erklärte, wie die geplante Überbauung die Freiflächen des Parks überdecken und somit die einmalige Atmosphäre zerstören würde. Einzelne Bereiche der Überbauung wurden in bestehende Bäume "hineingeplant". Herr Klauser nahm aber auch persönlich Stellung und zeigte auf, dass er es für wichtig halte, im Warteggpark zu bauen. Die aktuelle Planung sei aber nicht marktfähig. Er würde ein Einzelgebäude, welches wesentlich höher wäre, mehreren niederen vorziehen. Der Eingriff in den Park wäre so wesentlich geringer, und die entstehenden Wohnungen attraktiver.
Ich möchte mich herzlich beim Naturschutzverein Rorschach und Umgebung für diesen einmaligen Rundgang und bei allen Anwesenden für ihr Kommen bedanken.

09. März 2007

Fernsehbericht "Schweiz Aktuell"

Am 9. März 2007 wurde in Schweiz Aktuell ein ausführlicher Bericht über die geplante Überbauung gesendet. Den Bericht können Sie hier auf der Homepage des Schweizer Fernsehens anschauen.

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